Ärztekammerwahlen2025
Willkommen!
Aktuell
Bilder
Termine
Nicht die Gematik ist das Problem, Herr Spahn ist das Problem!
Über mich
Erfolg: Leichenschau besser vergütet - mein Antrag auf dem DÄT wurde angenommen!
Leichenschau: Keine pauschale Kriminalisierung - Vergütung jetzt regeln !
Neues Ärztehaus in Hannover
Telematikinfrastruktur
Als Studiogast beim WDR
Terminvernichtungsgesetz: Veranstaltung gegen das Terminvergabe und Servicegesetzes in Hannover
Scherbenhaufen der ärztlichen Selbstverwaltung
Wir brauchen eine politische Ärztekammer !
Notdienstreform / Portalpraxen
Coronavirus - offener Brief an die KVN Vorstände !
Wahlergebnisse - FFp 2 Masken zum Selbstkostenpreis
Designierter Kammerchef fordert Coronapraxen
Absage an Flächentestungen zu Lasten der GKV
Schutzschirm wie in NRW auch für Niedersachsen
Keine Impfungen in Apotheken
Klinikstreit - Bezirksstelle Osnabrück bietet sich als Mediator an
Kritik an Notdienstorganisation der KVN
Covid-Berichterstattung: Forderung nach einer ausgewogenen Risikokommunikation!
Verlängerung des Rettungsschirms gefordert
Hygienezuschlag in alter Höhe beibehalten
Vorwort im Niedersächischen Ärzteblatt (10/2020)
Apothekenimpfungen - Modellprojekte einstellen !
E-Arztausweis für 400 bis 500 € ?
PM: Notarztstandort Bramsche erhalten
Mehr...
Meine Vorstellung zur Kammerwahl
Anträge zur Kammerversammlung 28.11.2020
Wahlliste 11: Arzt-sein-verbindet
Ergebnisse der Kammersitzung vom 28.11.2020
Ergebnisse der Kammerwahl
Persönliche Erklärung
Was wird 2021 uns bringen ? Helfen Sie mit !
Post vom Landesrechnungshof
Ärztekammer befürchtet Schliessungen
Operation Elektroschrott
Deutscher Ärztetag 2022
Künftig zur Behandlung in die Apotheke?
Energiekosten, TI, GOÄ Neu, Patientenneuregelung: Unsere Anträge für die nächste Kammerversammlung am 24.9.2022:
Digitalisierung, e-Rezept und Chaos Computer Club
Zur geplanten Schließung des Klinikstandortes Ankum-Bersenbrück Von OSK Red. -23. November 2022
Geplante Schließung überdenken!
Was sagt die Ärztekammer zur Umwandlung des Marienhospitals? Radio Osnabrück 9 Dezember 2022
Ankumer Krankenhaus: Neue Petition fordert Machtwort von Bischof Bode
Haben Praxen bald mittwochs geschlossen? Ärzte aus Osnabrück reagieren zurückhaltend
Letzter Kittel an das BMG
Auch von Osnabrück aus: Medizinisches Personal schickt Gesundheitsministerium “letzten Kittel”
Politik: Heilberufler geben ihren „letzten Kittel“ Protestaktion, 17.3.2023
Medikamentenengpässe, Krankenhausschliessung, Weiterbildung: Unsere Anträge
Doppelstrukturen und unfaire Förderung
Entfernung der Parkplätze am Hasetorwall beeinträchtigt die Patientenversorgung
Freisprechung der Medizinischen Fachangestellten in Osnabrück
Explosive Stimmung in Berlin
eAU löst Chaos aus 31. August 2023 · Die verpflichtende Einführung der elektronischen Krankmeldung zu Jahresbeginn bedeutete für den Osnabrücker Klempner-Betrieb Fischer erheblichen Mehraufwand. Au
Ärztekammer Osnabrück übt Kritik an der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Cannabis-Legalisierung
Protesttag in Berlin
Nichts geht ohne Totenschein Mediziner und Ermittler tagen in Osnabrück
Kein Ärztestreik in Osnabrück und Landkreis zwischen den Jahren
E-Rezept? Warum Kollege Grüner lieber Muster 16 nutzt
Deutsche Krankenhäuser im Frühjahr 2024
Ärztekammer: Schadstoff-Problematik heillos übertrieben
Kammerneubau: Zu wenig Transparenz?
Bereitschaftsdienstreform in Niedersachsen
Mensch und Medizin: Wie wird sich die ärztliche Versorgung entwickeln?
Medizin über den Wolken
Zukunft des St. Raphael Krankenhauses in Ostercappeln
GOÄ neu / ePA - Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz
Isotonischen Kochsalzlösungen ohne deutsche Zulassung
Zukunft der Gesundheitsversorgung im Wittlager Land
Erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung zum Thema Harnwegsinfekte
Sicherheitsrisiken beim Heilberufsausweis und der elektronischen Patientenakte
ePA Start in der Praxis
Tag der Gewaltprävention gegenüber medizinischem Personal in Klinik und Praxis
Bezirksstellenwahlkampf 2025
GOÄ Neu: Eine Alternative?
Tapp Clip icon
Clip
Bezirksstellenwahl Osnabrück: Ihre Stimme für die Liste 2 „Ärztekammer gemeinsam gestalten“.
Kollegin Hale Sentürk für die Liste "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Kollege Rainer Wölbling für die Liste 2 "Ärztekammer neu gestalten"
Dr. Thomas Thiele, Liste 2 "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Dr. med. Aneta Graida, Liste 2: "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Kollege Herwig Butz für Liste 2: „Ärztekammer gemeinsam neu gestalten“
Dr. Steffen Grüner, Liste 2 "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Karl-Ernst Brockhaus, Liste 2 "Ärztekammer neu gestalten"
PD Dr. Cornelius Bachmann für Liste 2: "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Dr. Peter Subkowski für Liste 2: "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Prof. Michael Winking für die Liste 2: "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"
Damir Tabakovic für die Liste 2 "Ärztekammer gemeinsam neu gestalten"

Die Europäische Vereinigung der Ärztekammern hat den 12. März zum Europäischen Tag gegen Gewalt im Gesundheitswesen ausgerufen. Zum sechsten Mal lenkt dieser Aktionstag den Blick auf ein zentrales Anliegen: ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Respekt und Anerkennung für helfende Berufe selbstverständlich sind – und Gewalt gegen medizinisches Personal keinen Platz hat.

An diesem Tag fand im Kasino des Ärztehauses Osnabrück eine Fortbildungsveranstaltung statt, organisiert von der Bezirksstelle Osnabrück der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). Unter dem Titel „Aggressionen gegenüber medizinischem Personal in Klinik und Praxis“ beleuchtete sie die wachsende Gewaltproblematik und ihre Folgen für den Arbeitsalltag.

Alarmierende Zahlen

Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: In den letzten fünf Jahren wurden fast 50 Prozent der niedergelassenen Ärzte und Praxisteams in Deutschland Opfer körperlicher Gewalt.

Diese Entwicklung ist kein Einzelfall mehr, sondern ein systemisches Problem, das die medizinische Versorgung gefährdet. Übergriffe, Bedrohungen und verbale Attacken nehmen an Häufigkeit und Intensität zu – mit gravierenden Auswirkungen auf die Sicherheit und das Wohlbefinden des Personals.

In Krankenhäusern ist die Lage ebenso besorgniserregend: Über 40 Prozent der Ärzte berichten von einer Zunahme gewalttätiger Vorfälle. Besonders in Notaufnahmen zeigt sich eine alarmierende Tendenz. Überlastete Systeme, lange Wartezeiten und die psychischen Belastungen von Patienten in Stresssituationen gelten als Auslöser.

Doch nicht nur Patienten sind verantwortlich – auch Angehörige tragen zunehmend zu Konflikten bei. Dieses Klima der Angst beeinträchtigt nicht nur das Personal, sondern gefährdet letztlich auch die Qualität der Patientenversorgung.

Dringender Handlungsbedarf

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Dr. med. Steffen Grüner, Vorsitzender der ÄKN-Bezirksstelle Osnabrück, die Dringlichkeit:

„Gewalt gegen medizinisches Personal ist inakzeptabel. Sie bedroht nicht nur die Betroffenen, sondern das gesamte Gesundheitssystem.“ Der Arztberuf sei wunderschön, doch Angst vor Übergriffen gehöre nicht dazu.

Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, stellvertretende Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, eröffnete den Fachteil mit persönlichen Einblicken. Sie berichtete von Deeskalationssituationen in ihrer Praxis und einem Hausverbot gegen einen aggressiven Patienten.

„Teamarbeit und offene Gespräche über Vorfälle sind unerlässlich“, betonte sie und rief dazu auf, auch medizinisch-technische Assistenten (MTAs) einzubinden.

Fachvorträge: Prävention und Sicherheit

Dr. med. Guido Teckemeyer, Ärztlicher Leiter des Notaufnahmezentrums im Klinikum Osnabrück, widmete sich der Gewalt im Rettungsdienst und in Notaufnahmen. Er betonte, dass Osnabrück im Vergleich zu anderen Regionen weniger betroffen sei, wies jedoch auf Risiken in sozialen Brennpunkten hin. „In Notfällen sind Patienten und Angehörige emotional angespannt. Wir müssen sie ernst nehmen, trotz des Drucks“, sagte er.

Hauptkommissar Martin Schmitz von der Polizeiinspektion Osnabrück stellte ein Sicherheitskonzept vor, das bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen umfasst. Er gab praxisnahe Tipps zur Konfliktbewältigung und erläuterte rechtliche Aspekte. „Platzverweise und Hausverbote sollten konsequent umgesetzt und polizeilich dokumentiert werden“, empfahl er und plädierte für klare Leitlinien in Praxen und Kliniken.

Gemeinsame Lösungen

Die Veranstaltung begeisterte rund 80 Teilnehmer, die in lebhaften Diskussionen Lösungen erarbeiteten. Eigene Erfahrungen mit Gewaltvorfällen verdeutlichten den Handlungsbedarf. „Dieser Austausch zeigt, wie dringend wir unsere Fachkräfte schützen müssen. Gewalt im Gesundheitswesen darf keinen Platz haben“, resümierte Dr. Grüner.

Die Ärztekammer Niedersachsen und die Bezirksstelle Osnabrück setzen sich weiter für ein sicheres Arbeitsumfeld ein – durch Fortbildungen, politische Initiativen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Tag der Gewaltprävention gegenüber medizinischem Personal in Klinik und Praxis Von OSK Red. -13. März 2025